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Broilers – Santa Muerte


Mit dem neuen Album der Broilers, kann man die Band garnicht mehr in eine Schublade stecken. Es hat nicht mehr viel bis garnichts mit dem 1sten Album „Fackeln im Sturm“ zu tun. Das heißt aber nicht das es schlecht ist, ganz im Gegenteil. Wie bei den letzten beiden Alben fängt Santa Muerte auch mit einem Preludio an, also eine Art Prolog. Dem folgt die erste Singleauskopplung „Harter Weg (Go!)“. Sammy besingt dort, das man einen Tiefpunkt haben kann, aber den „Harten Weg“ gehen muss, um dort wieder raus zu kommen. Im Lied „In ein paar Jahren“ geht es darum, das man nie weiß wie es in der Zukunft aussehen wird. Das Lied „Schwarz, Grau, Weiß“ handelt, vom immer mehr aufblühendem Nationalstolz. Vorallem das man nicht immer Schwarz-Weiß denken soll in Deutschland, sondern das wir froh sein können eine Multikulturelle Gesellschaft in diesem Land zu haben. Eine interessante Bedeutung hat „33 RPM“, es geht um Musik und schöne Abende. Außerdem steht der Titel, für die Geschwindigkeit die eine Schallplatte beim abspielen hat. Sammy besingt in „Verdammte Stille“ das es keinen Sinn hat immer zu Hause zuhocken und nichts zu tun, sondern auch mal raus vor die Tür muss. Das wohl kritischste Lied des Albums ist „Vom Scheitern(The World is yours, NICHT)“. Dort bekommen die Menschen die Auswandern und die ganzen „Goodbye Deutschland“ Sendungen ihr Fett weg. Wenn man in Deutschland nicht auf eigenen Beinen steht, wieso soll dies in einem anderen Land klappen, wenn man die Sprache nicht beherrscht. In „Alles geht weiter“ geht es um eine Trennung. Es ist aber kein Hass erfülltes Lied um der verflossenen Liebe noch einen hinterher zu geben. In der Bridge besingt Sammy das die Person weiter glücklich sein soll, auch wenn es für einen selbst weh tut. Bei „Wie weit wir gehen“ hört man Ähnlichkeiten zum „Boss“ (Bruce Springsteen), den übrigens die Band sehr verehrt. Zum Schluss kommt noch ein melodisches Lied, „Singe, seufze und Saufe“ welches kein Happy End hat.

Die Scheibe ist sehr gut geworden meiner Ansicht nach. Die Texte haben Tiefe und die Musik ist sehr stimmig. Es ist zwar nicht mehr der Oi!-Punk von früher aber die Broilers haben sich weiter entwickelt und mausern sich immer mehr zu einer festen Größe. Die Mischung aus Ska, Rockabilly, Folk, Punk und Pop lassen es nicht zu das Album und die Broilers in eine Schublade zu stecken.

Punkerhamster